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DIE KOSMOLOGIE DES ISLAM

Ein Text von Ghassan El Masri

Kosmologie | Islam

Wenn Sie die islamische Kosmologie auf einen Blick erfassen wollen, gehen Sie in die Moschee und hören Sie auf die Verkündigung von Gottes Wort! Eine richtige Moschee ist immer von einem natürlichen Garten mit einer Wasserquelle umgeben. Wenn Sie nach dem Garten die Haupthalle betreten, werden Sie sehen, dass sich die Blumen des Gartens als abstrakte Ornamente an den Innenwänden der Moschee fortsetzen. Die Motive von Blättern und Ranken im Inneren werden zu abstrakten Arabesken, je weiter sie sich zum Zentrum der Kuppel hochranken, in immer reineren geometrischen Formen, die sich zu Linien vereinfachen und mit Kalligraphien des Korans verschmelzen, wieder zu geraden Linien werden, im Zentrum der Kuppel verschmelzen und in einem zentralen Punkt verschwinden ... Gott, im Himmel. Im Inneren der Moschee hören Sie eine melodiöse göttliche Lesung, die in der Seele widerhallt. Gott ist der Ursprung aller Natur, real und abstrakt, von ihm geht alles aus. In unseren Seelen ist Er als ein Wort präsent, ein unauslöschlicher Klang.

Das »Erkennen« Gottes, ist der Zweck der Schöpfung. Dies kann aus einem oft zitierten »qudsī ḥadīṯ« abgeleitet werden. Gott spricht durch Seinen Propheten: »kuntu kanzan maḫfiyyan, fa-aḥbabtu an uʿraf, fa-ḫalaqtu al-ḫalqa li-yaʿrifūnī« (»Ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden, also erschuf ich alle Schöpfung, damit ich erkannt werden kann«). Der epistemische Zweck der Schöpfung ist das Erkennen Gottes (maʿrifat Allāh). Alle Geschöpfe Gottes ehren ihren Herrn in allem, was sie tun (Q17:44). Die unbelebte Welt, die Engel und die Tiere bedürfen keiner besonderen Anstrengung, um auf Gottes Weg zu bleiben. Gottes Absicht für Seine Schöpfung, darin sind sich die muslimischen Gelehrten einig, ist, dass sie Ihn »erkennen« und »anbeten« sollen (Q51:56; 39:75; 42:5; 13:13) und dieses Erkennen ist bereits die wichtigste Form der Anbetung. Dennoch müssen die Menschen, die mit einem freien Willen ausgestattet sind, ihre Wahrnehmung ständig anpassen, um Gott zu erkennen und ihre Handlungen nach Seinem Willen auszurichten. Denn sie vergessen und lassen sich ablenken; die Natur, die ganze Natur, ist ein Buch der Zeichen, um sie an Gottes Willen und Weg zu erinnern. Die Welt ist ein semiotisches System von »ʾāyāt« (Zeichen), das, wie die Koranverse (auch »ʾāyāt« genannt), den Willen Gottes im Kosmos offenbart.

Dass Gott die Welt erschaffen hat, damit Er erkannt werden kann, impliziert, dass die Gesamtheit der Schöpfung, der Himmel und die Erde und alles, was dazwischen ist, göttliche Manifestationen (tağallī ilāhī) sind. Gott bleibt freilich transzendent von der Welt entfernt (laysa ka-miṯlihi šayʾ – Q42:11) und die Welt ist »alles, außer Gott« (Ar. kullu mā siwa Allāh). Zusammen bedeuten diese beiden Grundsätze, dass die Welt die immanente Manifestation eines transzendenten Gottes ist, der nur durch Seine Schöpfung begriffen werden kann. Die Meditation über die natürliche Ordnung und die Introspektion der menschlichen Seele (Q51:20–21; 41:53) sind die einzigen Fenster, die wir haben, um das Göttliche zu bezeugen. Daher ist es unsere Pflicht gegenüber uns selbst und gegenüber Gott, die Natur zu achten und über die Schrift nachzudenken. So wie wir einem Mitmenschen kein Unrecht tun, weil wir alle Kinder Adams sind, so tun wir auch einem Tier kein Unrecht, weil wir alle Geschöpfe Gottes sind und in der Schöpfung Gottes Gnade liegt. Der Natur zu schaden, ist vor allem für die Seele des Täters schädlich, denn es schadet seiner Beziehung zu Gott. Eine Erinnerung daran ist der berühmte prophetische Hadith über die Frau, die zur Hölle verdammt wurde, weil sie absichtlich eine Katze solange angebunden hat, bis sie verdurstet und verhungert ist. Sich an der Schöpfung zu erfreuen und über ihre Schönheit und Güte zu meditieren, sind dagegen Wege zu Gott, denen der Muslim folgt, um seinen Schöpfer zu sehen, wodurch die ganze Welt s/Seine Moschee ist:

Ist er mir fern, dann sehen meine Glieder
In allem ihn, was schön und lieblich ist,
im Ton der Laute und im zarten Flötenspiel,
wenn sie zu einer Melodie verwoben sind,
wo die Gazellen weiden tief im Grund,
am kühlen Abend und im ersten Morgenlicht,
wo sanft der Regen aus den Wolken fällt,
auf Teppiche, aus Blütenpracht gewebt.

German Translation: Renate Jacobi, Ibn al-Fāriḍ, Der Diwan, Mystische Poesie aus dem 13. Jahrhundert, Berlin: Verlag der Weltreligionen, 2012, p. 45; Arabic original: Giuseppe Scattolin, The Dīwān of Ibn al-Fāriḍ: Readings of its Text Throughout History, Cairo: Institut français darchéologie orientale, 2004, n. 10, vv. 29-32, p. 164.

Die Kosmologie des Islam – Ein Text von Ghassan El Masri

Die Kosmologie des Islam_Ghassan El Masri.pdf (89,1 KiB)

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